01.02.2011

Das Haus der Geschichten

Heute habe ich ein wirklich, wirklich gutes Buch gelesen: Das Haus der Geschichten von Thomas Francke. Ich habe es mir schon vor einigen Wochen gekauft und mir verboten vor meiner Anatomieprüfung damit anzufangen. Doch jetzt ist die Prüfung vorbei und ich konnte es endlich lesen. Schon der Klappentext hat mich neugierig gemacht: Eine narratorische Apotheke sollte in dem Buch vorkommen. Nun, das Buch hat all meine Vorstellungen und Erwartungen übertroffen. Die Hauptperson Marvin ist wirklich gut beschrieben. Man schließt den etwas tollpatschigen und leicht hilflosen jungen Mann sofort ins Herzen. Man kann sich gut mit ihm, und auch den anderen Hauptpersonen identifizieren. Das Geniale an dem Buch sind auch die vielen "Medikamente" der narratorischen Apotheke. Das sind ganz unterschiedliche Kurzgeschichten, die in die Haupthandlung eigestreut sind. Das mag vielleicht verwirrend klingen, ist es aber nicht. Man taucht zwar in die Welten der Geschichten ein, doch irgendwie liest man sie auch aus Marvins Perspektive. Ich kann das Buch wirklich nur weiterempfehlen. Es ist lustig, aber nicht oberfächlich. Es bringt Denkanstöße aber keine Lektionen; und es berührt.

Keine Kommentare: