15.06.2008

Die Teeprinzessin

Das Buch "Die Teeprinzessin" von Hilke Rosenboom habe ich innerhalb von zwei Tagen ausgelesen. Es handelt von einem jungen Mädchen, Betty, die eine feine Nase für Tee hat. Leider ist ihr Vater Silberschmied und hat keine Teehandlung wie der Vater ihres besten Freundes Anton und sie, als Mädchen, hat sowieso nicht viel zu sagen. Nur einer erkennt ihr "Talent" an: John Francis Jocelyn, ihre große Liebe. Doch bevor den beiden ein glückliches Leben vergönnt ist, reist Betty mit einer Ladung Tee um die ganze Welt und muss dabei viele Gefahren bestehen (die chinesische Teemafia, einen ekelhaften Typen, der sie vergewaltigen will, usw.). Auch ihre Liebe ist aufgrund eines Missverständisses in Gefahr. Überhaupt besteht das Buch aus einer ganzen Reihe von Missverständnissen, die Betty letztendlich von Emden, über Hamburg, Kalkutta, Darjeeling, Kanton, die noch sehr jungen Vereinigten Staaten und England in ihr Glück führen. Die zahlreichen Irrtümer haben mich manchmal richtig geärgert, denn ich hätte Betty schon längst ihr Glück vergönnt. Andererseits aber wäre das Buch ohne die vielen Missverständnisse erstens nur halb so lang und zweitens nur halb so spannend. Man kann sich gut in Bettys Charakter hineinversetzten und lernt während des Lesens so nebenbei etwas über Tee und die Welt im 19. Jahrhundert.
Sehr, sehr lesenswert!