Vorgestern habe ich das Buch Sarahs Schlüssel von Tatiana de Rosnay gelesen. Es ist ein wunderbares und berührendes Buch, dass ich fast an einem Tag "verschlungen" habe.
Es werden zwei Geschichten gleichzeitig erzählt. Zum einen die der kleinen Sarah, ein zehnjähriges enjüdisches Mädchen, das mit seinen Eltern in Paris lebt. Im Jahr 1942 klopfen Polizisten an dir Tür um die Familie abzuholen. Das Mädchen hat noch Zeit ihren Bruder in ihrem Geheimversteck, einem Wandschrank, einzuschließen und sie nimmt den Schlüssel mit, weil sie denkt, dass sie sowieso am Abend wiederzurückkehren könnte. Doch natürlich ist dies nicht der Fall.
Die andere Geschichte ist die der amerikanischen Journalistin Julia, die mit ihrem französichen Mann und ihrer gemeinsamen Tochter in Paris lebt. Sie erfährt bei der Recherche für einen Artikel, den sie schreibt, dass das Haus der Großmutter ihres Mannes, in das sie bald einziehen werden, früher einer jüdischen Familie gehört hat. Sie versucht etwas über diese Familie herauszufinden und schon bald stoßen die Geschichten beider Personen aufeinander. Nach und nach erfährt Julia etwas von Sarahs Leben und bringt dadurch nicht nur ihr eigenes Leben in Aufruhr.
Ein wirklich empfehlenswertes Buch, vor allem wenn man sich für den Holocaust interessiert. Die Handlung ist zwar frei erfunden, doch die Hintergründe sind wahr - wodurch man einiges über die Geschichte Frankreichs im 2. Weltkrieg und vor allem im Umgang mit den Juden zu dieser Zeit erfährt.
1 Kommentar:
Thank you very much
Tatiana de Rosnay :)
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